Tag 4 – Attersee-Wolfgangsee-Strobl

Heute konnte ich nach vorheriger Absprache mit der freundlichen Wirtin von der „Nixe“ schon extra früh frühstücken. Sie hat mich dann kurz von Weissenbach nach Unterach/Mühlleiten gefahren, damit ich etwas dichter am Einstieg zu meiner heutigen Route komme. Es ist für den späteren Nachmittag noch Regen und evtl. Gewitter möglich, da wäre ich gerne größtenteils durch.

Also ist das Startbild heute in Mühlleiten entstanden…

Wie erwartet, geht es schon nach kurzer Zeit ordentlich zur Sache. Die nächsten Stunden gibt’s nur eine Richtung. Hoch! 😅🫣🤪

Am Anfang bin ich noch „Aufnahmefähig“ und mir entgehen die vielen Walderdbeeren am Wegesrand nicht.

Aber so nach und nach hauen die Höhenmeter ordentlich rein. Fotos hab ich eher von den harmlosen Stellen.

An einer kleinen, gar nicht so alten Gedenkstätte am Weg (bilde ich hier mal nicht komplett ab, aus Respekt vor dem wohl hier Verunglückten), entdecke ich diesen schön bemalten Stein. und die enthaltene Aussage hat es mir angetan! Viel zu oft hetzen wir durch den Alltag oder durch unsere Freizeit. Ohne Bewusstsein dafür, dass dies vielleicht gar nicht so selbstverständlich ist. Ich zieh mir diesen Schuh komplett selber an! Ich hoffe ich kann diese Einsicht für mich mitnehmen!

Zeit ist ein Geschenk!

Das nächste Foto gibts dann erst wieder auf der Zwischenebene (Eisenaualm), da ich mich erst wieder aus dem mentalen Sauerstoffzelt befreien musste.

Aber hier geht es nur dran vorbei, mein Weg soll heute auf den dahinter liegenden Berg gehen. Nach oben!

Im Bereich der Eisenaualm wird gerade gebaut…

Die „Warnung“ find ich Klasse!

Aber obwohl ich mich umschaue, will ich partout keinen Arbeiter fürs Bild entdecken. Handwerker sind rar – besonders wohl Maurer und Betonbauer☝️!

Ich zieh weiter, wie zu erahnen geht’s bergauf. Zunehmend steiler.

Man sieht mir die Anstrengung an, glaube ich… 🫣😩🥵

Da es vorher weder Bank, noch andere Möglichkeit gab, zur Pause den Rucksack abzusetzen, nutze ich diese kleine Schutzhütte zur Jause.

Im weiteren Verlauf ist Schwindelfreiheit schon mehr als sinnvoll.

Für q,ehr wollte ich auf knappem Raum das Handy nicht auspacken.😬

Aber der Aufwand hat sich mehr als gelohnt. Die Aussicht ist trotz Bewölkung überragend. Den Mondsee, den ich leider nicht dichter in meine Planung reinbekommen habe, kann man herrlich in voller Größe überblicken.

Ich geh bzgl. bergauf in den Endspurt und muss die Absicherung zum Weiterkommen aktiv nutzen. In der Ferne sieht man schon das Gipfelkreuz.

Die Himmelspforte ist erreicht.

Ich wollte unbedingt mit aufs Foto 🤣

Ein paar Meter weiter muss es natürlich auch ein Gipfelfoto geben!💪

Die Aussicht von hier oben ist der Wahnsinn!

Wolfgangsee, Mondsee, Fuschlsee, Achensee auf einem Foto 😍
Der Mondsee in seiner Nierenförmigen Kontur

Der Wind ist hier oben heftig, daher muss ich mich, so durchgeschwitzt, erst mal mehr einpacken. Kalle ist da aus anderem Holz geschnitzt und nicht ganz so empfindlich wie ich.😅

Bei uns im Norden hätten wir ja behauptet, die Hütte wäre nah am Deich gebaut. Aber hier ist ja uraltes Fundament vorhanden.

Trotzdem ein imposanter Anblick!

Für mich geht es langsam wieder bergab, aber auf der entgegenliegenden Seite, Richtung Wolfgangsee. Eigentlich hatte ich vor, dazu die Zahnradbahn zu nehmen, da ich unten noch 6-7 km VON st. wolfgang nach Strobl weiter muss, aber die war leider komplett für die nächsten Stunden ausgebucht. Also lauf ich. Auch, weil ich den ganzen Asiaten in Sneakern, Turnis und teilweise Stöckelschuhen nicht noch die Plätze wegnehmen will.

Anfangs gehts gut bergab, auf angenehmen Pfaden, später leider recht geröllig.

Da das Wetter umschwenkt und es anfängt stärker zu Regnen, pack ich mich noch mehr ein.

Fast unten erwische ich die Bahn, die mich eigentlich mitnehmen sollte.😉

Kurz vor erreichen des Wolfgangsees legt das Wetter noch mal nach.

Es grummelt schon ordentlich und ich such mir was zum unterstellen/sitzen.

Huch, Dorfalm? Passt! ich mach Pause und esse auch schon was. Für die letzten Kilometer kann ich bis Strobl, wo meine Unterkunft ist, unkompliziert den Bus nehmen.

Erst einige wenige Meter zur Bushaltestelle, für deren Fahrt man übrigens extrem unkompliziert pet ÖBB App buchen konnte, dann von der Haltestelle in Strobl noch ein paar Hundert Meter zur „Unterkunft“. Eigentlich hätte ich hier auch „Hotel“ geschrieben, aber das mach ich mal nicht. 🫣

Die Unterkunft befindet sich über einer tollen, guten und sehr gut besuchten Pizzeria! Da ist nix entgegen zu setzen. Ok, die Rezeption ist die Theke des Restaurants. Und die Begrüßung ist per „Tüte“, …

Aber in Sachen Ausstattung, Aktualität usw., bleib ich lieber bei „Unterkunft“! Egal – Ich geh ja morgen weiter!🫣

Aber der muss noch sein… kein TV auf dem Zimmer-Ok, aber WAS IST DAS?? 🤣 Gut, ich bin genügsam und freue mich, dass Strom da ist!

Den etwas maroden Balkon nutze ich zum Auslüften.

Die Socken und Schuhe (OH MEIN GOTT 😱🤢🤐) dürfen hier auch entlüften.

Und ich geh in leichten Schlappen nach dem Duschen auf ein Feierabend Bierchen und ein leichtes Dessert. (Jaaaa, andere Schlappen waren zu schwer für den Rucksack – ich habs gewogen, die waren mit Abstand am Leichtesten!)🫣

Nachtisch gabs trotzdem…😬

So, reicht!

Viel gesehen, viele Seen! Und der Weg war mega!

Statistik und Gute Nacht! 😴

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