Tag 9 – Weidener Hütte-Lizumer Hütte

Der natürliche Wecker heute funktioniert gut…

Da ich also pünktlich wach bin, warte ich noch ein bisschen auf den Beginn vom Frühstück. Der Rucksack ist schon „Ready to go“ 😊.

Das Wetter passt schon mal wieder…

Frisch gestärkt und von den netten Herren vom Vorabend verabschiedet kann es los gehen.

Ziele gäbe es einige, aber ich mache mich auf zur Lizumer Hütte.

Schon nach dem ersten Kilometer merke, dass es heute schwierig wird. Es geht zwar anfangs durch waldiges schattiges Gebiet, aber die Beine sind heute unheimlich schwer. Die letzten Tage haben Ihre Spuren hinterlassen. Außerdem hab ich etwas Nackenschmerzen, die zusätzlich ein wenig Kopfschmerzen nach sich ziehen. Ich laufe heute den kompletten Tag auf der Sonnenseite der Berge. Es wird warm werden.

Trotzdem werde ich immer wieder durch die Traumhafte Landschaft begeistert.

Selbst der Blick zurück zur Weidener Hütte ist wunderschön anzusehen.

Einen Moment später bin ich auch schon für einen kleinen Zeitraum im Wald verschwunden.

Tolle Bäche kreuzen wieder meinen Weg und auch die Pfade laden zum Laufen ein. Nur mir fehlen ein wenig die Körner.

Obwohl ich heute recht häufig zum Verschnaufen stehen bleibe, hält sich die Anzahl der Fotos in Grenzen. Ich will bei den recht steilen Hängen nicht die Konzentration verlieren.

Aber hin und wieder kann ich es doch nicht lassen, die Weite festzuhalten.

Teilweise kommt hier trotz der letzten trockenen Tage gut Wasser vom Berg.

Endlich finde ich eine Stelle, wo ich eine Pause einlegen kann, ohne gleich weg zu rutschen.

Zwei Kurven weiter denke ich, „Hoppla!“ „Herman Löhns war bestimmt nicht hier… aber die Heide brennt noch!“ 😜

Dann liegen plötzlich Steine, fast wie in den Weg drapiert vor mir…

„Wenn dir jemand Steine in den Weg legt, nutz sie, um an Ihnen aufzusteigen.“ 😬

Kurz vor Erreichen des höchsten Punktes für heute nutze ich eine Bank und komme etwas zur Ruhe.

Auch hier eine herrliche Aussicht.

Noch ein paar Höhenmeter weiter genieße ich die Sicht vom Krovenzjoch (auf 2450m)

Meinen weiteren Weg im Blick geht‘s wieder bergab. Berge so weit das Auge sehen kann.

Schon nach der nächsten Kurve kann ich, noch in weiter Ferne, mein Tagesziel erkennen. Die Lizumer Hütte.

Etwas weiter des Weges stoppt mich dieses Warnschild. (Ich hatte auf der vorigen Hütte schon von dem Militärgebiet gehört.

Ich rufe natürlich direkt die noch lesbare Nummer an und hab auch schnell einen Wachhabenden dran. Nachdem ich Ihm auf Rückfrage erklärt habe, wo ich gerade unterwegs bin und wo ich hin möchte, gibt’s für mich die Freigabe…

„Ah, na, da herum sollte heute eigentlich wahrscheinlich niemand schießen. Und wenn doch, dann steht da normalerweise wahrscheinlich auch ein Warnposten. Also a schönen Dag no beim Wandern“.

😳🥺😱🤪🙈

Bin ich jetzt beruhigter? Nicht wirklich. Aber anders geht’s ja schlecht. Und ich geh, natürlich auf den ausgewiesenen Wegen weiter. Nach einer Bergkuppe vernehme ich das erste Mündungsfeuer, welches meinem Weg folgend kontinuierlich lauter wird. Ich erkenn die Kaserne samt Schießstand am anderen Hang. Die Übungen betreffen nicht meine Route!💪🤪

Auch in der Luft geht’s ordentlich daher.

Sehr geschafft, trotz kürzerer Route erreiche ich die Lizumer Hütte. Nebenbei sei noch erwähnt, dass ich mit der Tour heute die 250km seit Beginn in München überschritten habe. 😊

Es gibt Schorle mit Aussicht 😜

Ich hoffe, morgen sind Kondition und Knochen wieder besser sortiert und nach einem leckeren Hüttenessen mit sehr netten Leuten am Tisch geht’s für mich wieder pünktlich zur Nachtruhe.

Daten zum Tag…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: