Tag 20 – Meran-Tag der Entscheidung

So, keine geplante Route heute! Keine angepeilten Höhenmeter oder Kilometer. Nur langsam, chillig und ein bisschen rumbummeln. Vielleicht (sicher!) noch in den Hotelpool hüfen 😬. Oder auf die Panorama Terrasse 😊 in tollen Wandershorts 🤪🙈. Aber das wäre auch egal, nach dem Hotelessen gestern Abend.😂😂 Das muss hier jetzt mit rein…🙈

Ich Sitz im Hotel zum Essen. Draußen. Gaaaanz am Rand bekomme ich meinen Platz. (Die wissen schon, warum die das machen). In den saubersten Wandersachen (die ich noch so habe 😱).☝️
Mit Hotel Schlappen 😂
Alle anderen in Gala 😂😂😂
Ich könnte mich beömmeln!
Das kommt dabei raus, wenn die Ihre letzten Zimmer bei Booking.com verscherbeln.😬😂
Morgen ess ich in der Stadt, bevor ich zum Hotel geh….Gut, dass mir ja selten was peinlich ist…🤣
😂😂😂😂🙈

So, aber zurück zum Thema…. Und dann… Entscheidungsfindung für Montag. Zug? Nochmal Füße? …

Ich schwanke gedanklich heute (eigentlich schon seit Freitag ) zwischen „Man soll aufhören, wenn’s am schönsten ist“ und „Ich habe noch nicht fertig!“

Aber erst mal ein paar Bilder vom Tag…

Der Weinhang vom Hotel
Das Wetter heute mittelmäßig. Ein bisschen wird es zwischendurch regnen.
Der Turnvater und Sissi, gemeinsam mit Galileo 🤪
Der Italiener fährt Standesgemäß! Christian, sollte ich so was mit zurück bringen sollen, melde Dich rechtzeitig! Dann kauf ich kein Zugticket!☝️
Schöne Weg am Fluss

Ein bisschen aus der Rubrik …. „Ist das Kunst, oder kann das weg…?“ …

Ok, 😂 die Kunstkenner haben den Fake erkannt.😜

Und auf Wunsch einer einzelnen Person…

Da geht noch was …! 😬

In der spektakulären Laubengasse ist heute nicht ganz so viel los. Sonntag eben.

Zwischendurch wieder etwas Regen. Lässt dem Marmor Boden wie neu aussehen.

Huch… Der Leuchtturm überrascht mich dann doch! 🧐 Schiffe hab ich auf der Passer weder gesehen, noch erwartet. 😅

Auch in Meran kann‘s plötzlich Wetter geben!🙄
Karl Wolf – Feuerwehrchef und Theater Leiter.
Cool gewachsen…

Der Tag rennt dahin. Bleibt noch Essen, Einpacken, Schlafen.

Was steht also morgen jetzt an…?

Ich hol wieder etwas aus…

Was mich seit den Gesprächen in Schenna umtreibt…

Was hält das Leben noch für uns bereit? Für mich ? Kommt irgendwann das Unerwartete? Wie schnell kann es zu Ende gehen? Hatte Franz (vom Krebishof) nicht auch Pläne? Fürs Leben, für das was noch kommt? Kommen sollte? 😕🤔

Ja! Ich vermisse meine Mädels! Alle 4! 😊 Und Hans natürlich auch. Und Lucy. Und vieles mehr. Aber wann, wenn nicht jetzt?

Ich bin noch im theoretischen Zeitplan. Die Knochen sind heile, die Beine wahrscheinlich fitter als je zuvor. Das Wetter…. könnte schlechter sein. Sonst physisch? Wird das noch mal besser? Fraglich! Das halbe Jahrhundert ist ja bei mir auch nicht mehr so weit weg.

Tut mir leid Mädels! Es dauert noch ein klein wenig.

Scheiße. Ich gehe noch ein Stückchen weiter! ⛰🙈

Ganz in der Nähe soll ein kleiner See sein. Beschaulich und gerade um diese Jahreszeit sehr einladend für ein kühles Fußbad. 😊

Ich hab Euch lieb! 😘

Wenn man es genau nimmt, bin ich ja auch noch nicht ganz durch. 😬 Ich hab mal versucht, auf dem Handy die Situation (mich und die Alpen) zu skizzieren. Nicht schön, aber man sieht, was ich meine…

Also, ich guck mal, ob die Schuhe noch 2 Tage (oder so) hergeben!

Keine Statistik!

Watch the news and follow this Channel! 😬 No Fake !

Day 21 is coming soo …. 😜

#Ichhabenochnichtfertig

#Aufgebenistkeineoption

#Derwegistdasziel!

Tag 19 – Schenna-Meran

Morgens bin ich ja momentan immer erst etwas träge. Aber nach dem Kaffee und Frühstück lässt die Motivation dann nicht lange auf sich warten. 😊

Heute noch mal eine kleine Strecke. Und dann Meran genießen .

Beim Moserhof gibt es eine sehr herzliche Verabschiedung. Tolle Wirtsleute! 😊

Nein! Das liegt nicht an meinem dargelegten Konsumverhalten! Die sind wirklich so !! 😊

Ein letzter Blick von oben auf Meran und durch Schenna geht’s runter über den Rothtalerweg zur Passer (fließt bei Meran in die Etsch).

Hier noch ein kleiner Einwurf bzgl Schenna. Interessanter Absatz heute morgen in der „Frühstückspost“ zur Namenshistorie.

Die Familie zu Hause (also der „ältere Ast“ 😜 wird sich sicherlich noch an den ersten Südtirol Urlaub (Haus Rebhang?) erinnern. 🤔😬

Hier hat die Ortsfeuerwehr gerade einen kleinen Einsatz.

Kleiner Tipp: Hin und wieder im Alltag mal die Handbremse anziehen! Gerade, wenn es steil geht!☝️

Durch die Wein Plantagen komme ich recht schnell nach unten und Schenna verschwindet weiter in die Ferne.

Kleiner Zoom Test vom Handy 😬

Es dauert nicht lang, und ich erreiche den Ortsrand von Meran. Meine Wunsch-Destination. Bis hier her wollte ich es unbedingt schaffen!💪

Wieder entdecke ich neue Früchte am Wegesrand – an einem kleinen Parkplatz wachsen Kiwis.

Schmale Rad-/Fußwege bringen mich entlang des Flusses in den Stadtkern. Dabei passiere ich auch die „Wandelhalle“.

An der Winterpromenade ist Luigi bester Laune! (so heißen die Eisverkäufer doch meistens, oder?😜)

Hier ist es noch mal eine Portion mediterraner. Noch ein paar Eindrücke in Bildern…

Da es zu meinem Hotel in Meran von hieraus nur noch ein paar Laufminuten sind, erkläre ich den Wandertag hier schon für beendet und genieße ein paar Meraner Köstlichkeiten bevor ich über den DM Shop (Duschgel und Deo sind fast alle) zum Hotel gehe.

Morgen bleib ich noch in Meran und schlender ein bisschen durch die Stadt. Und überlege mir, wie/wann/von wo ich denn die Rückreise angehen könnte.

Vielleicht entdecke ich ja auch noch einen vertrauenswürdigen Barbershop. 😬 Ach, hoppla, morgen ist ja Sonntag 🙄😜.

Aber auch der Weg gehört zum Ziel! 😎

Kurze Statistik.

Tag 18 – Schenna pur

Nach einem ausgiebigen Moserhof Frühstück (Nein! Hans war nicht da!☝️) setze ich seit knapp 3 Wochen das erste mal die Sonnenbrille auf! Heute ist Spaziergang! Entspannt, kein Kampfwandern. 😜

Das Wetter lädt extrem aggressiv dazu ein.

Ich lauf mal ein paar alte „Wirkungsstätten“ ab.

Am Krebishof treffe ich tatsächlich auf die „Senioren“, die Wirtsleute von damals schon. Wir unterhalten uns ein Weilchen sehr nett. Sie erinnern sich tatsächlich, dass damals die halbe Verwandtschaft mit da war. Die Wirtin weiß auch noch, dass Mutti und Paps später dann immer weiter unten im Ort untergekommen sind. Da war ich aber schon lange nicht mehr dabei.

Nachtrag: Später, weiter unten im Ort erfahre ich, dass ein Sohn der Familie vom Krebishof erst kürzlich an Krebs verstorben ist. Er war ein paar Jahre jünger als ich. Mir gibt dies zu denken und eventuell beeinflusst mich das noch in Kürze. 😕 Aber erst mal zurück zum Tag…

Der Pool sieht fast noch aus wie früher.

Ich laufe weiter über den Waalweg Richtung Talstation der Taser Seilbahn. Ein gemütlicher Weg. Früher, vor ca. 35 Jahren kam mir das aber alles viel weiter, länger, höher vor. Entweder weil ich da doch noch recht jung war, oder ich bin jetzt einfach gerade richtig im Lauf 💪😊.

Wetter und Aussicht sprechen für sich.

Da das heute ja auch mehr Sightseeing ist, spar ich mir bei einigen Fotos dann auch die Kommentare. Genießt es einfach 😊.

Äpfel satt in Schenna
In allen Farben
Schloß Schenna kommt ins Bild

In Punkto Wasserwirtschaft haben die in Schenna wirklich schon sehr früh die Weichen für eine ordentliche landwirtschaftliche Zukunft gelegt.

Das Bergwasser wird systematisch verteilt.
Und es kommt ja auch genug vom Berg herunter.

Die Seilbahn nutze ich heute nicht, heute geht’s mal nicht so hoch hinaus.

Das Wetter ist für Anfang September wirklich top. Obwohl mir die Wirtin vom Rochushof erzählte, jetzt wird es langsam herbstlich. … keine 30° mehr… 😬

Plötzlich taucht ein Sportfeld auf. Es sieht so aus, als wenn die hier tatsächlich Handball spielen würden. 🤔 Vielleicht ist das hier aber auch eher Hangball.🤪

Die Platzbeschaffenheit erinnert mich an unsere uralten Handball Plätze von früher. 🙈

Hier ist mal Kalle mit auf dem Bild, um zu zeigen, wie riesig die Äpfel hier eigentlich sind…

Beim Schlosswirt (☝️am Schloss 😂) gibt‘s eine kleine Mittagspause.

Ja, erst war ich auch etwas überrascht. Aber Südtirol gehört ja in den heutigen „Abmessungen“ erst seit 1919 zu Italien. Vorher zu Österreich-Ungarn. (Wen es interessiert… mal nach „Vertrag von Saint Germain“ googeln. 😊 Da hat Italien damals ne nicht ganz saubere Nummer durchgezogen ☝️)

Wenn man den hier älteren Ortsansässigen erzählt, „Heute Abend spielen im Fußball Österreich – Ungarn“, dann kann es durchaus passieren, das die Rückfrage kommt „… gegen wen?“ 😂

Hier liegt er also, der Erzherzog samt Gemahlin. Heute würde das sicher auch als Loft durchgehen 😊😜

Während meines Ganges heute, besonders durch den jetzt erreichten unteren Teil Schenna‘s flitzen immer wieder kleine Echsen über den Weg. Eine war so freundlich und hat kurz fürs Foto posiert.

In diesem Bereich von Schenna sind dann auch eher Reben, als Äpfel zu finden.

So langsam erreiche ich wieder die Straße und schaue mir die in großen Zahlen vorhandenen neuen Hotels, Resorts und weitere Gebäude an. Die gab es so vor 35 Jahren hier noch nicht.

Auf Fotos davon hab ich aber verzichtet. Zu viele Mittsechziger wären im Schwimm-Schlübber ins Bild gehuscht. 🙈😱😜

Nach einer ordentlichen Ortsbegehung erreiche ich wieder den Moserhof in St. Georgen, der hier übrigens überregional für seine gute Küche bekannt ist!

Morgen geht’s dann, auch eher gemütlich, aber wieder mit Gepäck, „runter“ nach Meran.

Der Weg ist das Ziel! 😊

Kurze Ergänzung am Abend… den schönen Sonnenuntergang wollte ich Euch dann doch nicht vorenthalten 😍.

@Coen: Ich schicke morgen noch mal eine Mail. Ich habe eventuell etwas Beratungsbedarf 😬!

Statistik zum Ortskontrollgang (OKG) heute…

Tag 17 – Sarnthein-Schenna

So, ich will da jetzt rüber! Und zwar bevor es dann nach Meran geht! Schenna hat für mich auf dieser Reise schon eine recht große Bedeutung! Hier waren wir früher oft im Urlaub. Und ich hab so manche tolle Erinnerung daran. Ja, ich hätte jetzt auch Fotos parat. Aber mit Rücksicht auf die Verwandtschaft lasse ich diese mal im Verborgenen. 😜 Nur so viel. Ich fand es immer toll!

🤔 Na gut. Von mir selber kann ich natürlich an dieser Stelle was aus Schenna zeigen….

Ich war ja früher schon ein extrem hübscher Kerl! ☝️
Sportlich! 💪
Attraktiv! ☝️😎

So, nun aber zu der heutigen Etappe. Ich frühstücke zum frühst möglichen Zeitpunkt. Ansonsten bin ich samt Rucksack und Kalle komplett startklar! Wir haben mittlerweile auch schon über 350km auf dem Wandertacho. Auf geht’s!💪

Mal schauen, wie dicht ich heute an der Planung bleibe. Es gab hier ja vor ein paar Tagen heftiges Wetter.

Ich starte am weißen Rüssel 😬. Die Außentemperatur liegt noch bei knapp 6°. Aber mehr zieh ich jetzt nicht an. Die Sonne wird gleich um die Ecke kommen.

Nach ca. 3km muss ich das erste mal zum Fotografieren stoppen. Die Kellerburg springt mir ins Bild.

Generell hat Sarnthein (Sarentino) schöne kleine Gassen. Aber ich will ja voran…

Gar nicht viel weiter geht‘s auch gleich ans Eingemachte! Richtung Sarntaler Skihütte wird Energie zum Anstieg nötig. Über Pfade durch Wiesen geht es zügig hinauf. Schnell läuft mir das Wasser vom Kopf. Und die Brille beschlägt permanent.

Gut, dass ich hier nicht Mähen muss. Mit Sitzen ginge da nicht viel. (Paula! Was macht denn die Wiese zu Hause?🤔🤪)

Bevor es mich in den Wald verzieht, noch ein letzter Blick runter auf Sarnthein. Da es letzte Nacht noch ein wenig geregnet hat, sind die Wege noch recht feucht. Und Schuhe und Füße dann bald auch.

Auch hier, mittlerweile im Wald, Vogelbeeren satt. Ich weiß gar nicht, warum das Destillierte immer so exorbitante Preise hat. (Ja, doch! Michael, ich hab doch beim Schnaps brennen aufgepasst! Ich weiß ja! Ganz viel Frucht nötig, für wenig Leckeres am Ende!😬)

Der Weg ist jetzt herrlich! Ich laufe im Schatten und trotzdem lugt die Sonne immer wieder durch!

Nach genau 2 Stunden Laufzeit erreiche ich die Skihütte Sarntal.

Hier muss im Winter gut eingeschenkt werden. Viele vergessen scheinbar bergab die Bretter mitzunehmen. 🤪🙈

Mein Weg wird langsam schmaler, aber dafür ist es nicht mehr ganz so steil im Anstieg.

Die Natur ist schön wie im Bildband!

Die Tannen hängen voller Moos. Da wäre der Deko-Einkauf bei uns schon wieder zweistellig.

Hinter der nächsten Kurve sehe ich , was hier letzte Woche so an Wasser runter gekommen sein muss.

Mein Weg bringt mich aber weiter rauf, bis ich das Plateau zum Übergang Richtung Meran/Schenna erreiche. Der Ausblick ist bei diesem Wetter wieder der Wahnsinn!

Ich laufe jetzt ein kleines Stückchen, eventuell 1km, auf dem offiziellen E5 Wanderweg und komme zur Meraner Hütte. Hier ist es Zeit für ein Skiwasser.

Der Heli ist am Rotieren und bringt ne Menge Zeugs auf den Berg.

Nach meiner Pause noch ein kurzer Blick zurück zur Meraner Hütte.

Am Weg entdecke ich eine Touri Kuh. Die für hier ungewöhnliche Farbe. Ist wohl aus Norddeutschland auf Urlaub zur Erkuhlung hier, oder weil die Oma ihr Kubiläum feiert 😎😜.

Ich gehe vorbei am Meran 2000 Seilbahn Bahnhof und will eigentlich weiter Richtung Iffinger Hütte. Aber hier wird mir wegen widriger Wegzustände abgeraten. Es ist recht voll bzgl Besuchern, und mit meiner Zeitplanung würde ich sicherlich nicht durch kommen. An einigen Stückchen müsste ich mich wohl einreihen.

Einen kurzen Blick ins Tal auf Meran entscheide ich mich für den Höhenvorteil der Seilbahn auf dem Weg nach unten.

Meine Streckenplanung habe ich schnell angepasst.

In der Gondel gönne ich mir was, von dem ich noch gar nichts erzählt habe… ein kurzer Exkurs:

Das muss ich jetzt noch mal los werden.😂

Thema Re-Import Export…🙈

Also, ich weiß gar nicht, ob das Zoll-mäßig so OK ist…😜

Ich hab seit Start (17.8 Zug nach München) einen Flachmann im Rucksack. Für alle Fälle. Falls mal was ist.😂 Wer weiß das schon.😜

Drin ist guter Enzian, den wir uns (natürlich!) aus Österreich haben schicken lassen.

Nun habe ich diesen natürlich von Deutschland aus wieder nach Österreich geschleppt. Sogar komplett durch Österreich. Und nun rein nach Südtirol, Italien.🙈😂🤪

Da macht man sich wochenlang Gedanken, über Gewicht bzgl Rucksack usw….

Ich lass das mal so stehen.😬😂😂

Jedenfalls schmeckt der jetzt in der Gondel hervorragend!💪😊

Unten mache ich mich auf den neuen Weg. Meine schnelle Alternative. Und siehe da, nach steilem Anfang und ca. 30 Minuten laufen. Weg weg. Markierung auch. Ich versuche noch, irgendwelche Umwege zu finden, aber keine Chance. Kein Fußweg von hier Richtung Schenna runter machbar. Wohl auch ein Resultat des Wetters. Oder einer veralteten Karte.

Ich genieße die Aussicht und warte auf den Wanderbus.

Nachdem mich dieser nun ein paar Kilometer weiter runter, an kritischen Stellen vorbei Richtung meiner Zielgeraden gebracht hat, steige ich aus und nehme den Walweg durch die Apfelfelder bis nach St. Georgen.

Schloß Goyen

Das Klima ist wie ausgewechselt. Die Luft steht förmlich und auch der Bewuchs hat sich extrem verändert.

Schnaufend biege ich in die Zielgerade und erreiche mein Domizil für die nächsten beiden Tage. Den Moserhof in St. Georgen.

Hier noch meine Aussicht vom mehr als verdienten Abendessen…

Ich lasse den Tag entspannt bei einem Südtiroler Lagrein ausklingen und überlege, was ich wohl heute so aufschreiben könnte…

Morgen ist dann mein Schenna Tag! Sicherlich zeige ich noch mal ein paar Fotos. Aber wandertechnisch wird sich das sehr im Rahmen halten 😊.

Die Planung war heute relativ. Erst flüssig, dann abschüssig, dann überflüssig. 😂 Manchmal kommt es anders, vor allem als man denkt. 🤪

„Löse das Problem, wenn es da ist!“ 😊

Viel Zeit im Leben opfern wir für Details. Halten uns an belanglosen Dingen auf. Dabei sollte es viel weniger um das “warum“, „weshalb“, „wegen wem“ usw. gehen. Denn…

Der Weg ist das Ziel!

Am Ende wieder die Statistik:

Auch hier fehlt am Ende ein kleines Stückchen.
Plus die 2km, die ich am Ende nicht mehr getreckt habe. 😊

Tag 16 – Alpenrosenhof (🤪)-Sarnthein

An Tag 16 soll es dann jetzt von der „richtigen Alpenrose“ runter gehen nach Sarnthein. Genauer genommen liegt mein Tagesziel etwas nördlich von Sarnthein im Ortsteil Astfeld. Das lag buchungstechnisch günstiger 😊. Sarnthein selber durchkreuze ich dann morgen früh nur kurz, bevor ich wieder abbiege in den Berg hinein.

Lecker Kaffee und Frühstück hinter mir und ein Vinschgauer mit Südtiroler Speck und Käse in der Tasche geht’s los.

Es ist zunächst sonnig und die Regenjacke bleibt vorerst auf dem Rucksack. Es soll später noch ein kleines bisschen regnen, aber noch hängen die Wolken im Gipfel gegenüber.

In der Talfer ist das Wasser nach den hier runter gekommenen Unwettern der letzten Tage schon wieder deutlich klarer.

Bei genauerem hinsehen sieht man am Gras der Böschung aber, dass der Wasserstand im Fluss vor kurzem noch wesentlich höher gewesen ist.

Die Berge scheinen hier schon deutlich „sanfter“, als noch vor wenigen Tagen auf meiner Route. Das entspannt nach dem Zinseler ein wenig 😂😊.

Ich biege von der gut befahrenen Straße, die auch weiter hoch zum Penser Joch führt, ab. Im Wald lässt es sich doch um einiges ruhiger laufen.

Doch leider kann ich den geplanten Weg nicht nutzen. Die Holzfäller sind am Werk.

Also wieder zurück auf die Straße. Ca. einen Kilometer weiter habe ich mehr Glück und kann doch noch in den geplanten Waldweg aufsteigen. Wechselweise laufe ich über Teer, Schotter und Wiesenwege mit nur leichten An- und Abstiegen.

Den Blick immer in Richtung des schönen Sarntales gerichtet.

An einem kleinen Hof begrüßt mich lautstark ein Bernersennenhund. Aus dem Fenster im ersten Stock ruft ein kleiner Junge „Wer bischt’n Du? Willscht Du Schwämmerl klaun?“ Nachdem die Frau des Hauses den Hund zurück pfeift (und dem Jungen was sagt, dass ich nicht verstehe) lässt er mich durch und holt seinen Ball zum Spielen. Leider hab ich kein Foto gemacht 🙄.

Da es jetzt doch etwas nach Regen aussieht, wechsel ich zu Regenjacke und Hut. Es bleibt aber bei ein ganz paar Tropfen.

Landschaftlich hat Südtirol auch hier schon einiges zu bieten.

Ein leichtes Hüngerchen macht sich bemerkbar und ich greife auf meinen Proviant zurück.

LEIDER LECKER! 😋

Ein Stückchen weiter kann ich bereits Astfeld und Sarnthein erkennen.

Im kleinen Örtchen St. Valentino steuere ich den Mesnerhof an. Leider ohne Erfolg. 😩

Wer macht schon Mittwochs Ruhetag 🙄

Etwas unterhalb der kleinen Kapelle bringt mich ein schöner Pfad mit immer wieder schönen Aussichtspunkten den Berg hinab nach Astfeld.

Ich bin heute pünktlich am Etappenziel und kann mich für die morgige Aufgabe ausruhen und die Wegstrecke noch mal genau durchdenken.

Soviel zu heute. 😊 Aber noch ein paar Gedanken zu morgen.

Kalle und ich haben uns nochmal ausgiebig mit der Karte beschäftigt und haben uns darauf geeinigt, ohne eine weitere Zwischenübernachtung morgen den Weg rüber nach Schenna in Angriff zu nehmen. Das Wetter soll auch gut werden. Eventuell streifen wir dabei dann auch Meran 2000 und die Iffinger Hütte.

Das heißt also morgen pünktlich frühstücken und los, nochmal ordentlich Höhenmeter und eine recht lange Etappe. Die Unterkunft in Schenna buche ich dann von unterwegs, wenn ich weiß, wie es voran geht, bzw. bis wo ich kommen werde. Sicherlich wird die Ankunft auch recht spät. Wahrscheinlich buche ich dann auch für 2 Tage, um den schönen Ort noch ein bisschen genießen zu können und das eine oder andere, eventuell noch bekannte von früher, anzuschauen. Meran rückt näher! 💪

Der Weg ist das Ziel!

Ein kurzer Nachtrag noch vor der Statistik! (So viel Zeit muss sein!!):

Liebe Birgitt, lieber Hermann, Alles Gute zum 33. Hochzeitstag!! 🎁🎂🍻🎉🍀🍀🍀🍀🍀🍀🎉🍻🎂🎁 Fühlt Euch geknuddelt!! 😘😘

Die Statistik zu Tag 16:

Tag 15 – Sterzing-Penser Joch

Heute soll es wieder bergauf gehen! Mit dem Wetter und auch bzgl der Höhenmeter.

Gepackt, Gefrühstückt, Ausgecheckt und losgehen! Ca. 1500 Höhenmeter aufwärts liegen vor mir.

Nachdem ich durch den Ortskern durch bin, biege ich links ab und folge nicht dem Weg Richtung Jaufenpass! Die Vielzahl der Biker schon.😊

Hier warten schon die Schneefräsen auf Ihren nächsten Einsatz. Der wird sicherlich schon in einigen Wochen nötig werden.

Über den Zinseler soll es zum Penser Joch gehen.

Nach einigen hundert Metern kann ich die Straße verlassen und gehe eine ganze Weile, immer wieder auch steilere Anstiege durch einen Fichtenwald.

Später kreuze ich die Straße und bin dann weiter auf einem Forstweg unterwegs. Aber ohne Kompromiss geht’s hoch.

Das letzte, was ich vorm Mittag an Zivilisation sehe, sind Filet, Zwiebelrost und Roulade 😜.

In einer Lichtung blitzt Sterzing durch die Bäume.

Wasser wird am Wegesrand angeboten und auch Himbeeren wachsen hier oben.

Nach der nächsten Kurve erwarten mich plötzlich viele Passanten…

Nachdem sie mich ohne große Aufregung durchgelassen haben, scheinen alle wohl Gefallen an meinem Stock gefunden zu haben. Oder sie verwechseln mich mit sonst wem.🙈

Jedenfalls folgt mir die gesamte Truppe erstmal bergauf.

Ich könnte hier bestimmt auch als Schäfer anheuern.😜

Ich gehe unauffällig und zügig weiter und irgendwann lassen sie mich dann doch alleine weiter ziehen.

Am ersten Gipfel des Tages, dem Mandlseitenjoch hab ich noch mal eine tolle Sicht auf Sterzing.

Aber um zum Penser Joch zu kommen, muss ich noch weiter hoch. Erst hinter dem Gipfel des Zinseler geht der Weg wieder runter zu meinem Tagesziel.

Aber auch hier bin ich immer noch nicht ganz oben. Der Weg zieht sich immens. Aber trotz Wolken hält das Wetter und es bleibt trocken. Allerdings ist es mittlerweile so kalt, dass ich nicht nur die Regenjacke wieder drüber gezogen hab. Auch Mütze und Handschuhe kommen zum Einsatz.

Irgendwo jetzt verliere ich die Wegmarkierung hoch zum Zinseler Gipfel und folge dem für mich offensichtlichen Pfad. Ein grober Fehler. Und auch der Grund, warum es für fast eine Stunde keine neuen Fotos gibt.

Zwischen steilen Felsen und Schiefergeröllfeldern versuche ich mich weiter vor zu tasten. Mehrfach überlege ich, ob ich nicht lieber umkehren sollte, und versuchen den Weg wieder zu finden. Aber dazu bin ich eigentlich schon zu weit und hab einige komplizierte und brenzlige Stellen hinter mir gelassen.🙈

Also Backen zugekniffenen und weiter vorsichtig voran. Größtenteils hab ich jetzt den kompletten Vierradantrieb im Einsatz. 🙈Nur gut, dass mich hier keiner sieht. Allerdings beobachtet eine ganze Murmeltier Familie das Geschehen. Aber keine Chance auf Fotos. Einfach zu wenig Arme. Irgendwie schaff ich das dann aber und habe den Gipfel vom Zinseler quasi halb umrundet. 💪 Und den Weg auf der Rückseite hab ich auch gefunden! Rauf mag ich jetzt nicht mehr.

Im Blick zurück lässt sich nur schwer erahnen, wo ich durch gegangen bin.

Die Aussicht ist trotz Bewölkung wieder grandios.

Hier mal ein Versuch, die Gipfel einzuordnen. (App Outdooractive)

Nach einer kurzen Pause kann ich mein Etappenziel schon sehen. Die Straße zum Penser Joch ist unter lautem Motorengeräusch in der Hand der Biker.

Ich folge meinem Weg jetzt recht langsam und bin froh beim Alpenrosenhof angekommen zu sein.

Völlig geschafft und kaputt stelle ich nach einem Skiwasser zusammen mit der Wirtin fest, dass ich hier gar nicht gebucht habe.😳 Der Alpenrosenhof, den ich reserviert habe, liegt ca. 20 km weiter. Im nächsten Tal.🙈 Aber irgendwas ist ja immer.

Aber erst mal die Aussicht vom Penser Joch…

Glücklicherweise fährt hier heute noch ein letzter Wanderbus und ich erreiche MEINEN Alpenrosenhof. Wie können die Ihre Buden nur so dicht zusammen gleich nennen?🤪

Nun heißt es aber noch umplanen für die nächsten Tage. Ich bin ein bisschen weiter, als ich heute wollte. Will aber ja morgen ohne Transfer wieder loslaufen. Das Internet macht‘s möglich.

Vielleicht erreiche ich schon zum Wochenende Meran…

Auch heute hat sich wieder gezeigt, es kommt nicht darauf an, wann oder wo es hingeht. Auch nicht wirklich wie man hinkommt.

Einfach nur „Der Weg ist das Ziel!“! 😊

Die Statistik (ohne Transfer):

Tag 14 – „Pause“ in Sterzing

Einen schönen Guten Morgen – Buongiorno aus Sterzing an alle!

Da ich die Unterkunft für die nächste Etappe schon gebucht hatte und jetzt einen Tag früher als erwartet in Sterzing bin, ist heute ein bisschen Pause. Da ich gut und lang geschlafen habe (mal wieder über 7 Stunden!), werde ich den Tag aber auch noch dazu nutzen, mir Sterzing ein wenig anzuschauen.

Der Ort ist für viele nur eine Zwischenstation bei der Durchreise in südlichere Regionen. Aber das, was ich gestern bislang gesehen habe, scheint mehr herzugeben. Mal schauen ob dem so ist.

Im Hotel Maibad (meine Bleibe in Sterzing – gut, aber günstig) bekomme ich eine erste Übersicht über den Ort.

Ich schau mir den historischen Stadtkern an und laufe schon mal ans Ortsende, damit ich morgen nicht lange nach dem Einstieg in meine Etappe suchen muss.

Die Maskenpflicht im Ortskern in dieser Zeit ist sicher sinnvoll. Es ist hier, etwas später als auf den Fotos, wirklich sehr gut besucht.

Generell sind die Maßnahmen in Italien bzgl Masken usw. strenger als in Österreich. In Österreich dagegen trägt maximal nur das Personal noch Maske in der Gastronomie (meistens). Die Touristen hier in Sterzing halten sich im allgemeinen wirklich gut dran. Aber mir fällt stark auf, dass die Einheimischen Passanten das nicht immer so erst nehmen.

Hier ein paar Eindrücke, ohne große Kommentare.

☝️Und jetzt auch ich! Preußisch Eylau König von 2019 Sascha Sonnemeyer! 💪 Ich werde mal eine Ergänzung der Tafel anregen!😬
Na, klingelst da bei wem? 😂
Ein Mitarbeiter der Verwaltung arbeitet unermüdlich!
Farbe und Stil der Markierungen für Wanderweg haben sich verändert
Der Zinseler liegt morgen auf dem Weg…
Da geht’s morgen los…

Zurück im Hotel gönn ich mir heute noch ein kleines Mittagsschläfchen 😊. Und danach geht’s für einen Kaffee noch mal in den Ort. Zum Abendessen geh ich dann wieder ins Hotel. Dann kann ich schon alles für den zeitigen Start morgen nach dem Frühstück vorbereiten. Naja, zeitig ist relativ, da es Frühstück „erst“ ab 7:30 Uhr gibt. Aber das passt schon. Die getrockneten Sachen müssen ja auch noch wieder in den Rucksack. Im Ort hab ich mir noch einen etwas größeren Regenschutz für den Rucksack gekauft. Ich hoffe zwar, dass es nicht wieder so stark runter regnet, aber falls doch, bleibt Rucksack samt Inhalt vielleicht ja doch etwas mehr verschont.

Das soll‘s für heute auch gewesen sein. Drückt mir die Daumen für das Wetter!

Und ich freu mich natürlich nach wie vor über Kommentare, Feedback usw. 😊

Heute keine Statistik! Der Tracker bleibt aus! 😊 Nur so viel … 15000 Schritte / 11km waren es heute dann doch.

Tag 13 – Padaun-Enzianhütte (Sterzing!)

Glücklicherweise war ich gestern ja zeitig in der Unterkunft im Berggasthof Steckholzer. Während des Nachmittags kam zum Regen auch noch Gewitter dazu. Zeitweise hat es ordentlich gerumst. Aber zum Abend hin hat sich dann (erstmal) die Wettervorhersage etwas entspannt. Also hoffentlich an Tag 13 nur noch leichter Regen. 🙏

So sieht‘s dann aus, wenn die Suppe sich auch einen Weg durch den Regenschutz gesucht hat…(zum Glück hab ich heute ein top Zimmer mit Bad)

Meine Schuhe stehen noch, ausgestopft mit Zeitungspapier, zum Trocknen im Heizungskeller.

Heute ist „Länderwechsel“. Es geht über den Brenner nach Italien. Die Etappe ist nicht zu lang und nicht so anspruchsvoll. Daher ist Frühstück um 8:00 Uhr für einen Sonntag auch OK. Ein bisschen mehr Zeit für die Klamotten zum Durchtrocknen! Und da der Rucksack voll ist, sollte es auch mit dem am Weg liegenden Brenner Outlet kein Problem geben.😜

Allerdings fing es heute Nacht bis in den Morgen hinein noch wieder ordentlich an zu Gewittern. Diesmal richtig heftig. Ich werde die Etappe wie geplant starten und dann spontan entscheiden, ob ich zur Enzianhütte aufsteige oder nach Sterzing im Tal durchlaufe. Wenn ich wieder komplett durchnässe ist das eventuell die bessere Alternative. Eine zusätzliche Übernachtung in Sterzing ist lt. Booking.com kein Problem.

Gerade wo ich los gehe geben mir die Wirtsleute noch den Rat, heute auf keinen Fall zur Enzianhütte aufzusteigen. Der Weg geht gerade am Ende recht steil durch den Wald und wird vom Wetter extrem aufgeweicht sein.

Ich gehe erst mal los. Da heute Sonntag ist und ich auch das Gewitter abwarten wollte, ist es mittlerweile schon Viertel nach Zehn. (Okay, Frühstück mit Rührei usw. braucht halt auch ein bisschen Zeit 😊)

Schon nach wenigen Metern pladdert es schon wieder ordentlich runter. Zum Glück aber jetzt ohne Gewitter.

Aber wenn ich mich so umsehe, hellt es schon ein bisschen auf.

Zunächst geht es über triefend nasse Wiesen und dann durch den Wald, wo es schon deutlich stärker bergab geht.

Ich übersetzte mal: „Der Weg ist das Ziel!“ 😊

Gegen 11:00 Uhr bin ich ungefähr am heutigen Tiefpunkt (bezogen auf Seehöhe!!! Mir geht’s gut!! 😊) angekommen. Durch die Bäume kann ich bereits die Brennerautobahn sehen. Diese wird mich heute noch eine ganze Weile begleiten.

Ich unterquere die Bahnlinie und folge meinem Weg parallel der Autobahn.

So sieht die Brennerautobahn übrigens von unten aus.😜

Hier, im Trockenen unter der Autobahn fälle ich meine Entscheidung und sage meinen Stop auf der Enzianhütte telefonisch ab. Die Unterkunft in Sterzing kann ich per Booking.com schnell und unkompliziert um einen Tag nach vorne verlängern. Mit dieser Entscheidung habe ich meine Tagesetappe zwar um ca. das doppelte verlängert, aber der witterungsbedingt problematische und matschige Anstieg entfällt. Außerdem wird es einfacher sein, die schon wieder sehr nassen Schuhe und Klamotten im eigenen Zimmer zu trocknen.

Vorbei am Brenner See und dem heute sehr gut besuchten Brenner Outlet Center erreiche ich die Grenze zu Italien und habe Österreich somit durchlaufen.

Die alte Brenner Straße im weiteren Verlauf ist ebenfalls gut besucht. Allerdings stehen hier auch viele Läden leer.

Auf der Höhe vom „Brennerbad“ legt der Regen wieder zu. Und ich versteh nun auch, was mit „Vetternwirtschaft“ gemeint ist.😜

Wasser ist heute wieder definitiv das „Element des Tages“ !

Während ich ein ganzes Stück recht zügig auf dem Radweg Brenner – Sterzing zu Fuß (!) unterwegs bin, haben die Nutzer der Autobahn in gleicher Richtung weniger Glück.

Auch fällt mir hier noch ein „Leidensgenosse“ auf, dessen Weg ganz sicher heute auch sein Ziel ist!

Geb alles Kumpel! Du schaffst das !💪💪

An dieser Stelle sehe ich dann auch, wo ich spätestens hätte abbiegen müssen, um die stornierte Hütte zu erreichen.

Mir sei hier noch ein Hinweis erlaubt, an alle, die gerne motorisiert die Brenner Route nutzen… fahrt vorsichtig und bremst nicht zu stark!

Hauptsache die Maut fließt ! 🙈😱

Vogelbeere scheint nicht nur in Österreich gut zu gedeihen, auch in Südtirol hängen die Bäume voll.

Mit Gossensass durchquere ich den ersten Ort in Südtirol und nähere mich meinem Tagesziel.

Die ersten Reben!
Die Brunnen sind nicht mehr aus Holz.
Hier sieht man gleich, wer Sonntags fehlt .☝️😬

Während eines leichten Anstiegs am Ortsausgang zieht es rapide wieder zu und es regnet und gewittert ordentlich. Ich hab Glück und kann mich unter der Brennerautobahn unterstellen.

Brennerautobahn von unten.

Als es wieder aufhellt zieh ich das Tempo noch mal an und Sterzing kommt in Sichtweite.

Noch eine kleine Abkürzung über einen Pfad und ich bin für heute angekommen!

Kurz vor Erreichen der Unterkunft gönn ich mir ein Kaltgetränk und merke, Österreich liegt hinter mir. 😩

Gut das ich unterm Dach sitz, denn 400m vor der Unterkunft drückt Petrus noch mal auf den Spülkasten. Mit Getöse.

Durch die quasi „Doppeletappe“ heute ist morgen nun für mich ein Tag Pause, Regeneration und warten auf besseres Wetter! 😊

Ach ja, hier noch ein altbekanntes Bild für Mama (und Heinrich, falls Du mitliest) 😊 Prost! 🍻

Ich durfte damals immer nur dran riechen.😢

Der Weg ist das Ziel! 💪

Und hier noch die Tagesstatistik.

Tag 12 – Geraer Hütte-Padaun

Das ursprüngliche Tagesziel Landshuter Europahütte musste ich leider witterungsbedingt streichen und umgehe die bei Regen extrem kritische Strecke aus Sicherheitsgründen. Dank der freundlichen Wirte der Geraer Hütte konnte ich schnell Ausweichziel und Route finden. Die Folgestationen sollte ich erst mal bestehen lassen können.

Eigentlich ist es sehr schade, gerade die Europahütte nicht anlaufen zu können, da diese Hütte sich direkt auf der Grenze zwischen Österreich und Italien (zwischen Tirol und Südtirol) befindet und es aufgrund der Lage und Höhe eine tolle Aussicht, insbesondere bei Sonnenaufgang, geben soll. Aber sich ist sicher. Und Aussicht bei Sinnflut ist ja auch fraglich.😜

Auch wenn ich die letzten Tage noch überall den Sommer genießen konnte, an meinem aktuellen Aufenthaltsort soll‘s ab Montag schneien.😱🙈

Skier hab ich keine dabei, also wird es Zeit, weiter zu ziehen. Erstmal weiter nach unten (im Sinne der Höhenmeter).

Doch bevor ich los gehe, noch ein Wort zur Geraer Hütte. Diese Hütte gehört nicht in den Wanderführer. Die gehört definitiv in den Gourmetführer! Wahnsinnig lecker und Mega Portionen. Wer in der Nähe läuft, muss unbedingt einkehren!

Gestern Abend zog noch richtig Wetter durch den Berg!

Draußen stürmte und regnete es wie Sau. Hört sich heftig, aber gemütlich an. Hin und wieder weht irgendwo im Haus (in der Hütte) ein Fenster auf.
Da niemand mehr neu ankam, blieb ich im 4 er Zimmer alleine. 😊

Da ich heute beim Abstieg nach Padaun von durchgehend Regen ausgehe, pack ich mich und den Rucksack gleich gut ein. Kalle ist Kummer gewöhnt und bleibt nackig!😜

Kleine Ergänzung noch, heute ist der letzte Tag komplett in Österreich. Wenn alles wie geplant klappt, geht’s dann morgen rüber nach Italien 🇮🇹 .

Nu aber los…

Der Wasserlauf, den ich gestern kurz vor erreichen der Hütte überquert habe, führt heute schon eine deutlich größere Wassermenge ins Tal.

Die schönen Panorama Fotos fallen heute leider aus. Auch wenn es hin und wieder etwas nachlässt, regnet es doch meistens aus dem Vollen.

Der Pfad/Weg wird zunehmend zu einem kleinen Bach und die Schuhe sind schon recht schnell durch.

Zwischendurch habe ich eher den Eindruck, ich wäre beim Rafting und nicht beim Wandern. 🙈

Das Panorama ist geprägt von Wolken und Nebel.

Wo gestern noch karge graue Wände waren, glänzt heute alles nass und es haben sich viele kleine Wasserfälle gebildet.

Wasser satt am Berg. Aber trotz alledem ein schöner Weg hinab ins Tal.

Am unteren Ende der Versorgungsseilbahn der Geraer Hütte steigen gerade die Hüttenwirte aus der Gondel, als ich vorbei gehe. Die trockenere Alternative heute.

Noch ein Stückchen weiter unten ist es heute selbst den Bergziegen zu nass.

Sie haben sich unterm Balkon untergestellt. Ich laufe im Freien.😩

Die Wirtsleute werden vom Rind ausgebremst. Einen Moment später stellt sich heraus, dass eine Verletzung das Tier lahmen lässt. Daher dauert es ein wenig, bis die Straße wieder frei ist.

Der Weg bis zum heutigen Ziel geht irgendwann von Pfad zu Forstweg zu Straße über. Neben Granit und Schiefer kommt hier auch eine Menge roter Sandstein vom Berg.

Ähm, und natürlich in erster Linie Wasser!

Im Tal angekommen, geht es für mich von der Straße herunter und noch ein wenig per Waldweg wieder bergauf. Heute brauch ich meinen Wasservorrat nicht auffüllen. Ich tropfe ähnlich wie der Holzbrunnen. Es fehlt nicht mehr viel und mir wachsen Kiemen.

Als sich die Wolken hinter der nächsten Kurve etwas lichten, wird sichtbar, was passieren kann, wenn der Berg ein Stück von sich abgibt. Naturgewalt, die sich nicht aufhalten lässt.

Hoffentlich stand nichts im Weg.

Tropfnass und schnaufend erreiche ich heute recht früh meine Unterkunft, den Berggasthof Steckholzer, und lass es mir nach „Trockenlegung“ und heißer Dusche auf 1500m schmecken. Auch hier ist es extrem lecker!

Wichtige Erkenntnis nach den letzten Tagen: Ein hoher Verbrauch von Weißbier erhöht die Abgaswerte!

Merke: Mehr AdBlue beimischen!

Apropos, Insa, hast Du schon neuen bestellt? 😬😜

Und morgen geht es dann zur Enzianhütte! 💪💪💪

DER Weg ist definitiv das Ziel. 😬🤪

Am Ende noch wieder etwas Statistik:

Tag 11 -Tuxerjoch Haus-Geraer Hütte

Es bleibt Hochalpin! 😊

Um 7:40 Uhr bin ich fertig gefüttert und koffeiniert und kann pünktlich los laufen. Wie schon erwähnt, ist ab Mittag das Risiko auf Regen und Gewitter groß. Also möchte ich so schnell wie möglich zumindest in die Nähe meines Etappenziels kommen. Alle anderen, die ich an dieser Station getroffen habe, wollen entweder runter ins Tal oder in Richtung Venedig anderen Routen folgen.

Ja! Die gleiche Jacke! Die riecht eh schon! 😬

So geht’s dann früh und zügig los.

Noch scheint die Sonne aber es ist recht kühl. Auf dem Wasserspeicher hat sich über Nacht ein bisschen Eis gebildet.

Etwas weiter oben ist vom Wetterwechsel noch gar nicht viel zu sehen.

Ein weiteres Steinmännchen am Weg wird von mir aufgestockt.

Etwas angeschwitzt erreiche ich den kleinen Gipfel der Frauenwand. Eigentlich wollte ich nur vorbei gehen, hab aber die Abbiegung verpasst. 😊 Also kurz ein kleines Gipfelfoto.

Es geht weiter über größtenteils sehr anspruchsvolle Wege. Ich folge dem örtlich ausgewiesenen Weg, da mein geplanter Weg nicht mehr existiert. Der wurde wohl vor einiger Zeit weggespült.

Mehrfach höre und sehe ich Murmeltiere. Das Pfeifen ist sehr weit hörbar. Leider gelingt es mir nicht, eines aufs Foto zu bekommen.

Die Aussicht ist noch gut, aber die Wege sind sehr geröllig. Da ich versuche schnell durch zu kommen, komm ich heute an meine Leistungsgrenze. Die Muskeln brennen.

Die Wolken ziehen sich schon langsam zu und kommen tiefer.

Viele Fotos mache ich jetzt nicht mehr. Der Weg bleibt steinig, die Kühe schauen, weil ich so renne.

Wiederkäuer beim Wiederkauen 😜

Zwischendurch wird es extrem windig und ich muss mich mehrmals in den Hang drücken. Ich überlege kurz aufgrund der Situation und den Wegen, ob ich ggf. umkehren sollte. Aber das wäre weiter, als mich jetzt zum Tagesziel durch zu kämpfen. Also beschleunige ich wo es geht noch mal und sehe endlich hinter der nächsten Bergkuppe die Geraer Hütte auftauchen.

Es geht noch ca. 30 Minuten weiter runter und über eine kleine Schlucht erreiche ich die Hütte.

Es zieht draußen weiter zu und während ich mich drinnen kulinarisch stärke, fängt es auch schon an zu regnen.

Bei der Anmeldung in der Hütte gibt es noch kurz eine Unstimmigkeit. Leider war mir bei der Reservierung Monat Juli statt August in das Online Formular gerutscht.🙈 Aber ich hab Glück und es gibt noch Platz. 😬

Meine geplante Route für morgen/übermorgen wird sehr wahrscheinlich wegen dem anspruchsvollen Weg bei dem angesagten Wetter nicht begehbar sein. Voraussichtlich geht es dann morgen ins Tal herunter und ich schau ob ich etwas überbrücken kann, umgehen oder ob es doch schon vorzeitig enden muss.

Aber in jedem Fall war es bis jetzt eine tolle Tour und der Weg hat sich gelohnt.

Und es gibt ja nur Ein Ziel!

Den Weg !

Statistik für #Laufschritt

Info zur Geraer Hütte. Eine echt urige Hütte mit toller Bewirtung!